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And the winner is

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Sigita DAUGULE gewinnt den Preis "Bild des Jahres 2008"

Die Siegerin des von der "Swedbank" und der Agija-Sūna-Galerie organisierten Wettbewerbs "Gemälde des Jahres" ist in diesem Jahr Frau Sigita Daugule mit ihrer Arbeit "Alice hinter den Spiegeln".
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ART COLOGNE 2010


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Martin von den DRIESCH - Moskau - Aktuell DUBAI

Dubai, vor dreißig Jahren noch ein Kaff in der Wüste, ist mittlerweile die Stadt mit der rasantesten wirtschaftlichen Entwicklung im internationalen Vergleich.

Ausgewählte Arbeiten:

Für die Detailansicht der einzelnen Arbeiten klicken Sie bitte auf die Bilder.

Dubai by night 2009

Dubai by night 2009

Bolshoi "behind the curtains" 2009

Bolshoi "behind the curtains" 2009

Bolshoi "behind the curtains" 2009

Dubai World Cup 2008

Martin von den Driesch, Million Stars Hotel IX
2007

Martin von den Driesch, Million Stars Hotel V
2007

Martin von den Driesch, Million Stars Hotel VIII
2007

Martin von den Driesch, Schamil Bassajew, Januar 1997
Inkjet-Abzüge

Martin von den Driesch, Soaking up the Rays, 2005
Inkjet-Abzüge

Martin von den Driesch, White-Nights, 2006
Inkjet-Abzüge

Martin von den Driesch, Deserteur
Inkjet-Abzüge, hochwertiges EPSON Premium Semimatt Papier, in Digital-Format "A3+", 34 x 46 cm, Auflage 25

Martin von den Driesch, Entlang des Flußes Terek , Januar 1997
Inkjet-Abzüge

Martin von den Driesch, Früher Morgen in Grozny, Dezember 1996
Inkjet-Abzüge

Martin von den Driesch, Olya auf dem Roten Platz, 1997
Inkjet-Abzüge

Martin von den Driesch, White Wedding, Februar 1998
Inkjet-Abzüge

Martin von den Driesch, Million Stars Hotel V

Todmüde

Der Dubai World Central International Airport und Dubai Logistics City sollen zu den weltweit größten Handelsplätzen gehören.  Damit nicht genug, soll hierdemnächst der höchste Wolkenkratzer entstehen, sind hier innerhalb der vergangenen fünf Jahre die größten künstlichen Inseln aufgeworfen worden (eine weltweit einzigartige Museumsinsel ist für das benachbarteAbu Dhabi geplant), und stehen am Wochenende hier die Emiratis an der „Ski Dubai“ (der – selbstredend – größten Skihalle) Schlange, um die weiße Piste hinabzuwedeln. Gigantomanische künstliche Welten.

Weniger künstlich geht es bei denjenigen zu, die mit ihrer Arbeit diesen derartigen Boom mit möglich machen – den Heerscharen von Gastarbeitern, vornehmlich aus Indien und Pakistan. Bei Temperaturen von bis zu 50 ºC und höchstens einem freien Tag in der Woche arbeiten diese Menschen für einen Monatslohn von ca. 100€.

Was übrigbleibt, wird am Monatsende zu den Angehörigen in die Heimat geschickt. Untergebracht sind die meisten von ihnen in Sammelunterkünften, jeweils mit Dutzenden von Kollegen. Klimaanlagen – ansonsten in Dubaidie Regel – gibt es dort nicht, weshalb viele von ihnen den Schlaf unter freiem Himmel, oder wie man hier sagt: dem Million Stars Hotel, vorziehen – zugedeckt mit nichts als dem Staub der Stadt.

Text: MvdD

Technische Angaben:

Titel der Arbeiten: Million Stars Hotel, I – IX

Erstellungsdatum: 28.08. bis 10.09.2007

Technik: Dokumentarfotografie, digital

"Meine Russland-Bilder zeigen ein Land im Umbruch.

Und ganz bald können Sie die neusten Arbeiten aus Dubai hier entdecken.

Von den anarchischen Jahren unter Boris Jelzin spannt sich der Bogen bis zu dem wirtschaftlich boomenden, gleichzeitig jedoch zunehmend von restaurativen Strömungen durchsetzten Russland Wladimir Putins.

Bekanntes wurde hinter sich gelassen, das Neue lag noch in weiter Ferne, das Vertraute war nicht länger ein Begleiter der Gegenwart.

Russland ein Land, geprägt von der Sehnsucht nach anderen Zeiten und gefangen im Taumel des Augenblicks.

Zugleich besteht der Wunsch, sich zu verorten. Davon erzählen meine Bilder – sie zeigen Arm und Reich, Exzess und Lethargie, gefallene und wahre Helden –, sie erzählen von Menschen in einer Periode des Übergangs."

Moskau im Dezember 2006, M von den Driesch

Photos:
24.5cm x 30.5cm 
Inkjet-Abzüge, hochwertiges EPSON Premium Semimatt Papier,
in Digital-Format "A3+"

Martin von den Driesch, Selbstportrait

Russland....Moskau....mehr!

Reist man heute von Deutschland nach Russland, scheint auf den ersten Blick alles wie überall. Am Flughafen warten Taxis und springen Fahrer lauthals werbend um einen herum. In der Stadt jagt ein schnelles Auto das andere, überall blinken Restaurants, Kinos, Cafés, Ampeln, Geldautomaten und Werbeplakate. Ikea strahlt in blaugelb, Blumen- und Schmuckhändler in allen nur vorstellbaren Farben. Doch auf einen zweiten Blick ist jedes Ding und jedes Gefühl doch ein bisschen anders. An den Metroausgängen schlängeln sich alte Frauen in grauen, gesteppten Lagermänteln und verkaufen Socken und Sauerampfer und Batterien. Die Taxifahrer wechseln alle Sekunde lang ihre Preise, die Menschen hinter den Schaltern wollen nicht verstehen oder können sich nicht erinnern. Man geht dieselben Wege wieder und wieder und findet den Eingang oder den Ausgang nicht, vor dem man doch gerade erst gestanden hat. Im Selbstbedienungssupermarkt gibt man an einer Garderobe die Taschen ab und bewaffnete Milizionäre bewachen den Einkauf. Nichts stimmt auch wenn es doch so aussieht.

Martin von den Driesch richtet diesen zweiten Blick seit zehn Jahren durch seine Fotokamera auf Russlands Menschen und ihre neuen Freiräume. Er fotografiert Mädchen in Moskauer Bars und auf Sankt Petersburger Bänken, Jungs in Küchen und auf Straßenfesten. Pärchen, Freundinnen, Eltern und Kinder mit Waffen sind mit scharfem Blick dem vergänglichen Alltag entrissen und wirken bizarr und normal zugleich. Liebe, Angst, Spaß, Krieg, Einsamkeit – alles was das kapitalistische Herz begehrt und alles was es versteckt verfängt sich in dem Kameraauge von den Drieschs. Es scheint, als zeigen sich die Kehrseiten einer Gesellschaft da am deutlichsten, wo diese am jüngsten ist.

Und so haust auch eine unfreiwillige Trash-Kultur in seinen Photographien. Sie zeigt nicht die Randzonen einer Wirklichkeit, nicht den Verfall, sondern eine Welt im Entstehen, das Unfertige. Junge Mädchen sitzen zwischen alten Gasflaschen, erholen sich von einer durchtanzten Nacht. Ein Junge schläft am Küchentisch, vor ihm stehen abgenutzte geblumte Tassen und Großmutters Blechschüsseln. Sie wirken eigenartig versöhnlich in der sonst melancholischen Szenerie. Der Junge kommt aus Deutschland und erholt sich in Sibirien von einer zerrütteten Jugend. In einer anderen Küche sitzt ein Mann in Camouflage-Bekleidung mit dem Rücken zur Kamera. Während er zu Mittag isst, ruht sich neben ihm sein ständiger Begleiter, eine Armlängen große Waffe, auf der Fensterbank aus.  Die Dinge aus der alten Zeit sind noch da, sie halten still, und warten ab, was die Menschen mit ihnen als  nächstes machen.
Und inmitten dieser Umbruchszeit tobt schon das zügellose Nachtleben, allerdings nicht entlang der allseits bekannten Muster. In Moskau treibt die Emanzipation der Frau erstaunliche Blüten. So treffen sich im Hungry Duck Club jede Woche die selbst bewussten Damen der Großstadt und feuern am Rande der Tanzfläche junge Stripper an. Irgendwann haben sie so lange und ausgelassen gefeiert, dass sie selbst auf die Tanzfläche springen und sich ausziehen und tanzen.

Von den Driesch verlässt die Metropolen und schaut auch an den Grenzen des ehemaligen Sowjetreiches nach, wie sich die Welt dort verändert hat. In Jaroslawl können es die Jugendlichen kaum erwarten, die Langeweile zu überwinden. Sie wollen weg, nicht mehr auf tristen Holzbänken ihr Bier trinken, sondern in der Großstadt an einer furnierten Bar lehnen. Teenager-Paare in coolen Rockerklamotten schlagen ihre Zeit auf dem Sofa tot und stören sich dabei nicht an den schon fast vergessenen, verstaubten Ikonen und zierlichen Stofftapeten an der Wand.

Martin von den Driesch: Tschetchenische Zwillinge

In Tschetschenien scheint die Normalität zwischen all den Trümmern noch normaler. Identisch gekleidete junge Frauen schlängeln sich zwischen Schutt und Müll zum Wochenmarkt. Sie lachen dabei so ausgelassen, wie Menschen überall auf der Welt es beim Shopping tun. Der Ausnahmezustand, der sich allen Details der Bilder eingeprägt hat, macht nicht verzweifelt, sondern handlungseifrig. Die kaum 10jährigen Jungen mit Waffen so groß, dass sie, sie gerade halten können, schauen aufmüpfig in die Kamera. In ihren Gesichtern steht der Blick in die Zukunft: Was hat die Welt uns noch zu bieten?

Diese aufrechte Haltung vermitteln uns alle Bilder von den Drieschs. Selbst die Berühmtheiten, die er vor seine Kamera gelockt hat – selbst der Tennisprofi Marat Safin und die Schauspielerin Hannelore Elsner blicken in Russland herausfordernd und stolz aus dem Bild. Olja, eine junge Studentin aus Moskau, steht aufrecht mit keckem Augenaufschlag auf dem Roten Platz. „Na“ wird sie gleich sagen „Ihr habt Euch wohl noch nie auf unseren größten Platz getraut“?
„Wir werden von Fremdem berührt und reagieren mit Bekanntem“ hat Bela Balasz 1925 bemerkt, als er sich fragte, warum Engel Flügel brauchen. Einige Jahre später flog er nach Moskau.

Text: Dr. Margarete Vöhringer

Biografie & Ausstellungen

  • 1968 Damme, Niedersachsen
  • 1991-93 Studium der Fotografie an der Schule für Fotodesign in Pforzheim
  • seit 1993 freie fotografische Arbeit in Moskau

Einzelausstellungen:
  • 2004: "10 Jahre Fotografie aus Russland", Galerie des Kunst- und Kulturkreises, Damme
  • 2005: "Russland-Bilder", Goethe-Institut, Moskau. Start: 11.03.2005
  • Winter 2005/06: Veröffentlichung des Fotobuches"Roll Over, Lenin! 50 Schwarz-Weiß und Farbfotos aus Russland und Weißrussland"

  • In Planung: Winter 2005/06: Fotoportrait der Insel Sakhalin

Genres & Kunden

Genres

  • Reportage
  • Portrait
  • Architektur
  • Corporate Photography
Kunden
Reportagen u.a. für den Stern, Süddeutsche Zeitung Magazin, FR Magazin, Brigitte Young Miss, Zeit Leben, Independent on Sunday, Chicago Tribune.
Corporate Photography u.a. für 3M, Holiday Inn Moscow, Moscow Golf & Country Club, Alfa Bank, United Financial Group.

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